Sternhalma: ein fesselndes Strategiespiel für jedes Alter
Ein Sternbrett, Steine, die hinübergebracht werden wollen, und ein Ursprung, der weit weniger chinesisch ist als gedacht.
Eine deutsche Geschichte, keine chinesische
Anders als der französische und englische Name nahelegt, kommt die Sternhalma weder aus China noch aus der Antike. Das Spiel ist eine Variante des Halma, das um 1883 in den USA auf einem quadratischen Brett erfunden wurde. 1892 brachte ein deutscher Verlag eine Fassung auf einem sechszackigen Sternbrett heraus, unter dem Namen Stern-Halma — den es hierzulande bis heute trägt.
Erst in den 1920er-Jahren tauften amerikanische Verlage es „Chinese Checkers“, um ihm einen Hauch Exotik zu geben. Der Name blieb; den chinesischen Ursprung hat es nie gegeben.
Ziel des Spiels
Alle eigenen Steine von der Startspitze zur gegenüberliegenden Sternspitze bringen, vor den Mitspielern. Wer das zuerst schafft, gewinnt.
Wie die Steine ziehen
Wer am Zug ist, macht genau eines von beidem:
- Einen Schritt in ein freies Nachbarloch;
- Einen Sprung über einen benachbarten Stein — den eigenen oder den eines Gegners — in das freie Loch unmittelbar dahinter.
Ein Sprung darf im selben Zug mit weiteren Sprüngen verkettet werden, sodass man das Brett auf einen Schlag zu einem guten Teil durchquert. Anders als beim klassischen Damespiel wird ein übersprungener Stein nicht geschlagen: Er bleibt liegen. Es gibt keinen Würfel und keine geschlagenen Steine.
Ein wenig Taktik
Das ganze Spiel besteht darin, Sprungketten zu bauen. Ein einzelner Stein rückt einen Schritt vor; gut platziert durchquert er den Stern in einem einzigen Zug. Gute Spieler legen ihre Steine deshalb als „Leiter“ aus, um die eigenen Steine als Sprungbretter zu nutzen — und vermeiden zugleich, dieselben Sprungbretter den Gegnern anzubieten, denn jeder darf über jeden Stein springen.
Der andere klassische Fehler: die eigene Startspitze zu schnell leeren. Die letzten Steine finden dann nichts mehr, worauf sie abspringen könnten.
Häufige Fragen
Wie viele Spieler?
2, 3, 4 oder 6 Spieler — der sechszackige Stern lässt sich in diesen vier Fällen gleichmäßig aufteilen.
Gibt es einen Würfel?
Nein. Die Sternhalma ist ein reines Denkspiel, ganz ohne Glücksanteil.
Ab welchem Alter?
Die Regeln sind in einer Minute verstanden — zugänglich für Kinder, ohne dass Erwachsene sich langweilen.
Unsere Sternhalma gibt es als Brettversion und als Kastenversion, oder entdecken Sie unsere gesamte Auswahl an traditionellen Spielen.